Abwasser
Aussenbeschichtung
Die Zementmörtelumhüllung weist mehrere Schichten auf und bietet eine zugleich aktive wie auch passive Schutzwirkung. Die unterste Schicht besteht aus der bestens bewährten INTEGRAL Beschichtung (400 g/m2 Zink-Alu-Kupfer).
Darüber wird ein Haftvermittler aufgetragen. Er dient als Verbindung zwischen der INTEGRAL Beschichtung und der abschliessenden, faserarmierten Zementmörtelumhüllung. Dies erhöht die Langlebigkeit und Robustheit der Schutzschicht messbar. Bei Materialprüfungen erzielt ZMU regelmässig beste Werte.
Das ZMU-Rohr wird häufig dann eingesetzt, wenn die Entsorgung des Aushubmaterials aufwendig ist und man auf teures Austauschmaterial wie z.B. Sand verzichten möchte. Auch in säurehaltigen, kontaminierten oder torfigen Böden der Klasse III schützt die ZMU-Umhüllung die Rohre optimal.
Die Praxis zeigt, dass ZMU-Rohre wegen ihrer Belastbarkeit, Haftzugfestigkeit der Beschichtung und Schlagbeständigkeit auch die optimale Wahl für den grabenlosen Rohrleitungsbau sowie für Druck- und Turbinenleitungen darstellen.
Mit der Montage der Schutzmanschette im Verbindungsbereich wird ein durchgehender Korrosionsschutz sichergestellt. Die ZMU-Umhüllung hat zudem in etwa den gleichen Verformungskoeffizienten wie der Guss und bietet dadurch den bestmöglichen mechanischen Schutz.
- Zementmörtel-Umhüllung
- Haftvermittler
- INTEGRAL – Zink-Aluminium-Kupfer und Akryl-Deckschicht
- Duktilguss
- Tonerde-Schmelz-Zementmörtel
Innenbeschichtung
Tonerde-Schmelz-Zementmörtel (TSZ)
Die mineralische und anorganische Zementmörtel-Auskleidung von Gussrohren ist in Sachen Lebensdauer und Wirksamkeit allen bisher bekannten Beschichtungen überlegen. Abwässer enthalten wesentlich mehr Inhaltsstoffe als Trink- oder Rohwässer. Die Auskleidung der Rohre muss unterschiedlichen mechanischen und chemischen Belastungen dauerhaft standhalten. Die Eigenschaften des Tonerde-Schmelz-Zementes sind die Basis eines wirkungsvollen Korrosionsschutzes duktiler Gussrohre in der Abwassertechnik. Mit mehr als 70-facher Erdbeschleunigung wird der Zementmörtel in den sich drehenden Rohren verdichtet. So entsteht ein dichtes, festhaftendes Mörtelgefüge, das mechanischen Angriffen bestens widersteht. Die Auskleidung entspricht den Anforderungen der Norm EN 598.
Im Gegensatz zu anderen Zementen entsteht beim Abbinden des Tonerdezementmörtels praktisch kein freier Kalk. Somit ist es möglich, diesen Zementmörtel auch im sauren Bereich einzusetzen. Eine Vielzahl von Untersuchungen bestätigen, dass diese Auskleidung im Dauerbetrieb für den Bereich pH 4 bis 12 eingesetzt werden kann (stossweise sind Unterschreitungen bis pH 3,5 möglich).



