Wasser

2.2 ZMU - Zementmörtel-Umhüllung

Aussenbeschichtung

Die Zementmörtelumhüllung weist mehrere Schichten auf und bietet eine zugleich aktive wie auch passive Schutzwirkung. Die unterste Schicht besteht aus einer auf das Gussrohr aufgespritzten Zinkauflage von 200 g/m2.

Darüber wird ein Haftvermittler aufgetragen. Er dient als Verbindung zwischen der Zinkschicht und der abschliessenden, faserarmierten Zementmörtelumhüllung. Dies erhöht die Langlebigkeit und Robustheit der Schutzschicht messbar. Bei Materialprüfungen erzielt ZMU regelmässig beste Werte.

Das ZMU-Rohr wird häufig dann eingesetzt, wenn die Entsorgung des Aushubmaterials aufwendig ist und man auf teures Austauschmaterial wie z.B. Sand verzichten möchte. Auch in säurehaltigen, kontaminierten oder torfigen Böden der Klasse III schützt die ZMU-Umhüllung die Rohre optimal.

Die Praxis zeigt, dass ZMU-Rohre wegen ihrer Belastbarkeit, Haftzugfestigkeit der Beschichtung und Schlagbeständigkeit auch die optimale Wahl für den grabenlosen Rohrleitungsbau sowie für Druck- und Turbinenleitungen darstellen.

Mit der Montage der Schutzmanschette im Verbindungsbereich wird ein durchgehender Korrosionsschutz sichergestellt. Die ZMU-Umhüllung hat zudem in etwa den gleichen Verformungskoeffizienten wie der Guss und bietet dadurch den bestmöglichen mechanischen Schutz.

 

  1. Zementmörtel-Umhüllung
  2. Haftvermittler
  3. Zink
  4. Duktilguss
  5. Hochofen-Zementmörtel
     

Innenbeschichtung

Hochofen-Zementmörtel (HOZ)

Die mineralische und anorgansche Zementmörtel-Auskleidung von Guss­rohren ist in Sachen Lebensdauer und Wirksamkeit allen bisher bekannten Beschichtungen überlegen. Dies hat die Analyse von Rohren ergeben, welche über eine Zeitspanne von nahezu 100 Jahren eingesetzt waren. Die Aus­kleidung, deren Anwendungsbereich in DIN 2880 beschrieben ist, entspricht den Anforderungen der Norm EN 545. Der Zementmörtel wird mit einer Geschwindigkeit, welche mehr als dem 50-fachen der Erdbeschleunigung entspricht, in die Rohre eingeschleudert. Dabei entsteht ein äusserst dichtes, fest haftendes Mörtelgefüge, das mechanischen Angriffen bestens widersteht. Die Auskleidung hat gleichzeitig eine aktive wie auch eine passive Schutzwirkung. Die aktive Wirkung beruht auf einem elektrochemischen Prozess. Dabei steigt der pH-Wert des Wassers durch Aufnahme von Kalk in den Poren des Mörtels auf über 12 an. In diesem pH-Bereich ist bei Gusseisen keine Korrosion möglich. Die passive Wirkung ergibt sich durch die mechanische Trennung der gusseisernen Rohrwand und dem Wasser. Diese Schutzwirkungen ermöglichen, dass die Auskleidung auf der Innenoberfläche einwandfrei glatt bleibt, Ablagerungen verhindert, und somit einen optimalen Trinkwasserschutz gewährleistet. Die hydraulische Leistungsfähigkeit der Rohrleitung bleibt vollständig erhalten.

Polyurethan (PUR)

Die glatte und lösungsmittelfreie PUR-Innenauskleidung ist hygienisch einwand­frei und gewährleistet einen hohen Korrosionsschutz. Speziell geeignet beim Transport von stark aggressiven Wässern.

Tonerde-Schmelz-Zementmörtel (TSZ)

Die Eigenschaften des Tonerde-Schmelz-Zementes sind die Basis eines wirkungsvollen Korrosionsschutzes duktiler Gussrohre in der Abwassertechnik. Aufgrund einer Vielzahl von Untersuchungen, insbesondere zur Beständigkeit gegenüber biogener Schwefelsäure-Korrosion, kann diese Auskleidung im Dauerbetrieb für den Bereich pH 4,5 bis 10 eingesetzt werden (stossweise sind Unterschreitungen bis pH 3,5 möglich).